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Traumhaftes zweistelliges Wirtschaftswachstum in der Ukraine

Ungeachtet der manifesten Regierungskrise nach Rücktritt der Ministerpräsidentin und mancher geopolitischer Fragezeichen entwickelt sich die ukrainische Volkswirtschaft außerordentlich dynamisch.

Wirtschaftsminister Bodgan Danilischin (Foto) kündigte ein starkes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts an: zwischen August 2007 und 2008 habe sich dies um ganze 10,9 % nach oben entwickelt. In den Monaten Januar und Februar 2008 hatte das Wachstum noch 7,1 % betragen. Eine Ursache der Dynamik liegt in den guten Getreide- und Soja-Ernten der traditionellen Kornkammer Europas, die sich im gleichen Zeitraum um 24,4 % ausweiteten.

Bulgarien: Grosses Investment in der Automobilzulieferung durch Montupet

Der bulgarische Ministerpräsident Sergei Stanischev eröffnete kürzlich in der nordbulgarischen Grenzstadt Ruse ein neues Werk des französischen Automobilzulieferers Montupet. Mit einem Investment von 38 Mill. € und 5 000 neuen Arbeitsplätzen werden in dem Werk Aluminiumteile für Renault, Peugeot, Audi und Ford hergestellt. Die Infrastrukturaufwendungen der bulgarischen Regierung zur Förderung dieser Ansiedlung werden auf 4,6 Mill. € bemessen.

Nach Aussagen von Stanischev hat Bulgarien in nur drei Jahren inzwischen 15 Mrd. € an Direktinvestitionen angelockt. Danach liegt das Land weltweit an Stelle 45 von 181 Staaten (Doing Business der Weltbank, 2009) und noch vor Italien, Polen, Rumänien und der Slowakei.
Rusu liegt nah an der rumänischen Grenze. Nach Einschätzung der Experten von Spelleken Assoc., die sich in Südosteuropa mit der Mitarbeiterbindung in mittleren und großen Werken beschäftigen, weicht der Investor auf ein Land mit noch weniger angespanntem Arbeitsmarkt für gewerbliche Kräfte aus.


Rumänien: Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise

Die Finanzmarktkrise, die in der Welt zu Erschütterungen geführt hat, wird nach Einschätzung von Ministerpräsident Popescu-Tariceanu (Foto) kaum signifikante Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung des Landes haben. Die Ratingagentur Standard & Poors geht insbesondere von mittelbaren Folgen aus. Vor allem sei mit härteren Bedingungen bei der Kreditvergabe zu rechnen. Das betreffe Rumänien insoweit besonders, da es ein Außenhandelsdefizit und einen starken Finanzierungsbedarf aufweise.

Die Bukarester Wertpapierbörse (BVB) konnte sich bislang von der weltweiten Baisse nicht abkoppeln und verzeichnet weiterhin eine negative Bilanz. Der Wechselkurs des Euro steigt leicht gegenüber dem Leu (RON), notiert derzeit bei über 3,6 RON pro €. Negativ wirken sich die rasant steigenden Preise beim Gasimport aus Russland aus, im vergangenen Jahr wurden 316 Dollar/1000 Kubikmeter bezahlt, gegenwärtig sind es dagegen schon 500 Dollar.

 

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